Weben ist eine traditionelle Methode zur Herstellung von Textilien, bei der zwei Fadensysteme miteinander verkreuzt werden. Dieser Prozess wird auf einem Webstuhl durchgeführt und besteht aus Ketten- und Schussfäden, die senkrecht aufeinander treffen. Die Kettfäden werden längs auf den Webrahmen gespannt und bilden das Gerüst für das Gewebe. Der Schussfaden wird dann quer dazu hindurch geführt, um ein dichtes Netz zu erzeugen. Je nach Art der Verkreuzung entstehen unterschiedliche Bindungen wie Leinwand-, Köper- oder Atlasbindung. Das Ergebnis sind wunderschöne Stoffe mit verschiedenen Mustern und Texturen, die in zahlreichen Bereichen wie Mode, Inneneinrichtung oder Kunst verwendet werden können. Heutzutage gibt es sowohl handbetriebene als auch maschinelle Webstühle, was die Produktionseffizienz erhöht hat. Trotzdem bleibt das traditionelle Handweben eine geschätzte Kunstform weltweit.